In 30 Sekunden
- Alle Namen: Auf den Briefkasten gehören alle Personen und Firmen, die an der Adresse Post bekommen.
- Am richtigen Ort: im mittleren oder oberen Teil der Front, nicht auf der Klappe.
- Gut lesbar und wetterfest: klare Schrift, starker Kontrast, Material, das Sonne und Regen aushält.
- Ohne Bohren: Ein Schild mit Klebefläche hält auf glatten Briefkästen und lässt sich beim Auszug wieder lösen.
Was muss auf den Briefkasten?
Die Post hat ein Merkblatt zu Hausbriefkästen. Es stützt sich auf das Postgesetz und die Postverordnung. Für die Anschrift gilt darin:
- Aktuell und vollständig: Die Anschrift muss stimmen. Wer auszieht, kommt vom Schild.
- Alle Personen und Firmen: Aufgeführt werden alle, die an dieser Adresse wohnen oder dort ihre Firma haben.
- Am richtigen Ort: im mittleren oder oberen Teil der Frontseite, nicht auf der Klappe.
Fehlt ein Name, kann die Post einen Brief oft nicht sicher zuordnen. Dann geht er im schlimmsten Fall an den Absender zurück. Das passiert besonders oft bei Untermietern, Partnern mit anderem Nachnamen und Kindern, die schon eigene Post bekommen.

Die wichtigsten Vorgaben der Post
Für den Briefkasten selbst ist der Hauseigentümer verantwortlich. Er sorgt dafür, dass es pro Zustelladresse einen frei zugänglichen Briefkasten mit Brieffach und Ablagefach gibt. Das Merkblatt nennt unter anderem:
| Was | Vorgabe |
|---|---|
| Einfamilienhaus | Briefkasten an der Grundstücksgrenze beim Hauptzugang, Öffnung zur Strasse |
| Mehrfamilienhaus (mehr als 2 Haushalte) | Briefkastenanlage beim Hauseingang, frei zugänglich und nicht hinter einer abgeschlossenen Tür, gut beleuchtet, möglichst neben der Sonnerie |
| Material | dauerhaft und wetterfest |
| Brieffach, liegend (innen mindestens) | 10 × 25 × 35,5 cm, Einwurf 25 × 2,5 cm |
| Ablagefach, liegend (innen mindestens) | 15 × 25 × 35,5 cm |
| Zustellung | Montag bis Samstag |
Ein gekaufter Briefkasten aus dem Fachhandel erfüllt diese Masse in der Regel. Bei Fragen zum eigenen Fall hilft der Kundendienst der Post weiter.
Welche Namen gehören darauf?
| Situation | So steht es auf dem Schild |
|---|---|
| Familie mit gleichem Nachnamen | «Familie Kistler» oder «Anna und Marco Kistler» |
| Paar mit zwei Nachnamen | «Kistler · Meier» oder beide Namen auf zwei Zeilen |
| Doppelname | «Kistler-Meier», genau so wie auf den Briefen |
| Kinder mit anderem Nachnamen | Den Nachnamen der Kinder zusätzlich aufführen |
| Untermieter oder WG | Alle Nachnamen, auch wenn es nur für ein paar Monate ist |
| Firma im Haus | Firmenname zusätzlich zu den privaten Namen |
| Paketannahme durch Nachbarn | Kein Hinweis aufs Schild, lieber direkt mit der Post vereinbaren |
Vornamen sind nicht zwingend. Viele lassen sie aus Datenschutzgründen weg und schreiben nur den Nachnamen. Das ist in Ordnung, solange alle Nachnamen auf dem Schild sind.
Gestaltung: Schrift, Grösse und Kontrast
Ein Briefkastenschild muss vor allem eines: auf einen Blick lesbar sein. Auch im Regen, in der Dämmerung und von jemandem, der die Strasse nicht kennt.
- Starker Kontrast: Weiss auf Schwarz oder Schwarz auf Weiss ist am besten lesbar. Grau auf Silber geht im Schatten unter.
- Klare Schrift: eine ruhige Schrift ohne Schnörkel. Schreibschriften sehen schön aus, sind aber aus zwei Metern schwer zu lesen.
- Gross genug: Lieber eine Zeile weniger und dafür grösser. Bei mehreren Namen zwei Zeilen statt kleiner Schrift.
- Hausnummer dazu: Eine gut sichtbare Nummer hilft nicht nur der Post, sondern auch Kurieren, Gästen und im Notfall dem Rettungsdienst.
- Passend zum Haus: Ein Schild in der Farbe von Briefkasten oder Haustür wirkt ruhig und gepflegt.
Welches Material hält am längsten?
| Material | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Papier oder Etikette hinter Folie | Kostet fast nichts, schnell gemacht | Bleicht aus, wird feucht, wirkt provisorisch |
| Klebeschrift oder Prägeband | Günstig | Löst sich an den Ecken, wird spröde |
| Graviertes Kunststoffschild | Robust, gut lesbar | Oft nur in Standardgrössen |
| Zweilagiges Acryl | Schrift ausgeschnitten, Farbe geht durch, wetterfest, bleicht nicht aus | Etwas teurer als eine Etikette |
| Metall graviert | Sehr langlebig | Teurer, oft nur mit Bohren |
Anbringen ohne Bohren
Bei Mietwohnungen darf man oft nicht bohren. Und bei Briefkastenanlagen im Mehrfamilienhaus ist das Bohren meist sowieso keine gute Idee. Ein Schild mit Klebefläche ist dann die einfachste Lösung:
- Altes Schild entfernen. Kleberreste mit einem Föhn kurz anwärmen und abziehen.
- Die Fläche mit etwas Spiritus oder Glasreiniger reinigen und ganz trocknen lassen.
- Die Position mit einem Stück Malerband markieren, damit das Schild gerade sitzt.
- Die Schutzfolie abziehen, das Schild ansetzen und 30 Sekunden fest andrücken.
- Am besten bei trockenem Wetter und nicht bei Frost anbringen. Der Kleber hält besser, wenn er nicht kalt ist.

Im Mehrfamilienhaus
In vielen Mehrfamilienhäusern gibt die Verwaltung die Schilder vor, damit die ganze Anlage einheitlich aussieht. Darum zuerst bei der Verwaltung fragen:
- Gibt es eine vorgegebene Grösse, Farbe oder Schrift?
- Bestellt die Verwaltung die Schilder, oder macht das jede Partei selbst?
- Gehören auch Sonnerie und Wohnungstür zum gleichen Schild?
Wenn alle Schilder einer Anlage gleich sein sollen, lohnt sich eine gemeinsame Bestellung. Das sieht ordentlicher aus, und bei einem Wechsel wird nur ein Schild ersetzt.
Anfrage an die Verwaltung
Grüezi [Frau Müller]
Wir möchten das Namensschild an unserem Briefkasten erneuern ([Wohnung 3. OG links]).
Gibt es dafür eine Vorgabe zu Grösse, Farbe oder Schrift?
Freundliche Grüsse
[Anna und Marco Kistler]
Wann ein neues Schild fällig ist
- Umzug: Am besten schon am ersten Tag. Ein Zettel mit Klebeband überbrückt ein paar Tage, länger nicht.
- Hochzeit oder Namenswechsel: Mit dem neuen Namen kommen auch neue Briefe.
- Zusammenziehen: Beide Namen aufs Schild, damit keine Post verloren geht.
- Familienzuwachs: spätestens, wenn das Kind eigene Post bekommt.
- Ausgebleicht oder abgelöst: Wenn man das Schild nur noch mit Mühe lesen kann.
Ein neues Briefkastenschild ist übrigens auch ein schönes Geschenk zum Einzug. Mehr Ideen dafür findest du auf unserer Seite Geschenke zum neuen Zuhause.
Unser Briefkastenschild
Unser Briefkastenschild ist aus zweilagigem Acryl: Name und Nummer sind ausgeschnitten, darunter liegt die Gegenfarbe. Es gibt es in Schwarz mit weisser Schrift oder in Weiss mit schwarzer Schrift, klein mit 12 × 6 cm oder gross mit 16 × 8 cm. Auf der Rückseite ist eine 3M-Klebefläche, du musst also nicht bohren. Es ist wetterfest und bleicht nicht aus. Wer es schlichter mag, wählt das Briefkastenschild mit Linie, bei dem Nummer und Name durch einen feinen Strich getrennt sind. In beiden Fällen siehst du die Vorschau sofort beim Gestalten.