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- Tischkarte und Platzkarte sind dasselbe: der Name am Platz. Der Tischplan am Eingang zeigt, an welchem Tisch jemand sitzt.
- Sitzordnung erst machen, wenn die Zusagen da sind. Danach Namen bestellen oder drucken.
- Ein paar Karten mehr einplanen, für spontane Gäste und Begleitpersonen.
- Mal anders: Ein Name aus Holz oder Acryl ist Tischkarte und Gastgeschenk in einem.
Tischkarte, Platzkarte, Tischplan: was ist was?
Rund um die Sitzordnung gibt es viele Wörter, die oft durcheinander gehen. So unterscheiden sie sich:
| Begriff | Was es ist | Wo es steht |
|---|---|---|
| Tischkarte oder Platzkarte | Der Name eines Gastes an seinem Platz | Auf dem Teller, der Serviette oder vor dem Glas |
| Tischnummer oder Tischname | Nummer oder Name für jeden Tisch, zum Beispiel «Säntis» oder «Tisch 4» | In der Mitte des Tisches |
| Tischplan oder Sitzplan | Übersicht, wer an welchem Tisch sitzt | Am Eingang zum Saal, gross und gut lesbar |
Bei kleinen Festen mit einer langen Tafel reichen Tischkarten. Ab etwa vier Tischen hilft ein Tischplan am Eingang, sonst suchen die Gäste lange nach ihrem Namen.

Zeitplan: wann was erledigen
Tischkarten kommen am Schluss der Planung. Sie hängen an der Gästeliste, und die steht erst fest, wenn alle geantwortet haben. Ein Zeitplan, der sich bewährt:
| Wann | Was |
|---|---|
| 8 bis 6 Wochen vorher | Einladungen sind verschickt, Antwortfrist läuft |
| 4 Wochen vorher | Antwortfrist endet, fehlende Zusagen nachfragen |
| 3 Wochen vorher | Sitzordnung entwerfen, Tischplan mit dem Lokal abstimmen |
| 2 bis 3 Wochen vorher | Tischkarten bestellen oder drucken. Bei Holz oder Acryl mit Lieferzeit rechnen. |
| Letzte Woche | Karten nach Tischen sortieren, in Säckli oder Couverts pro Tisch packen |
| Am Tag vorher | Eine Person bestimmen, die die Karten im Lokal verteilt |
Tipp: Gib die Karten nicht lose ab. Pro Tisch ein beschriftetes Säckli mit allen Namen und einem Ausdruck des Tischplans spart dem Service und den Trauzeugen viel Zeit.
Sitzordnung ohne Streit
Die Sitzordnung ist der schwierigste Teil, nicht die Karte. Diese Regeln helfen:
- Brautpaar zuerst: Sitzt ihr an einer langen Tafel, an einem runden Tisch mit Trauzeugen und Eltern, oder zu zweit an einem Brauttisch? Danach richtet sich alles andere.
- Eltern in die Nähe: Eltern und Grosseltern sitzen nahe beim Brautpaar, mit gutem Blick auf Reden und Tanz.
- Gruppen mischen, aber nicht alle: Jeder Gast sollte mindestens eine Person am Tisch kennen. Ganz fremd am Tisch zu sitzen ist für viele unangenehm.
- Paare zusammen, Singles nicht an den Rand: Niemand möchte der eine Single am Pärchentisch sein.
- Kinder: Kleine Kinder bei den Eltern. Ab etwa 8 Jahren kann ein Kindertisch mit Malsachen gut funktionieren, nahe bei den Eltern.
- Heikle Paare: Getrennte Eltern oder Verwandte im Streit nicht an den gleichen Tisch, aber auch nicht sichtbar abgeschoben.
- Ältere Gäste: nicht direkt neben die Lautsprecher und mit kurzem Weg zum Ausgang und zur Toilette.
Werkzeug: Für die Planung reicht eine Tabelle mit einer Zeile pro Gast und einer Spalte für die Tischnummer. Wer es lieber sieht, schreibt jeden Namen auf ein Post-it und verschiebt sie auf einem grossen Papier mit gezeichneten Tischen.
Namen richtig schreiben
Ein falsch geschriebener Name ist das, woran sich ein Gast später erinnert. Darum lohnt sich hier etwas Sorgfalt:
- Vorname oder ganzer Name? Bei Familienfesten reicht meist der Vorname. Bei grossen Hochzeiten mit mehreren Annas oder Marcos hilft der erste Buchstabe des Nachnamens, zum Beispiel «Anna-M.».
- Spitznamen: Grossmama heisst für alle «Nani»? Dann darf das auch auf der Karte stehen. Bei förmlichen Gästen lieber der richtige Vorname.
- Schreibweise prüfen: Mit oder ohne h, é oder e, Doppel-n? Die Antwortkarten und Chatnachrichten der Gäste sind die beste Quelle.
- Begleitpersonen: «Begleitung von Marco» wirkt kühl. Frag nach dem Namen.
- Liste einmal laut vorlesen, am besten zu zweit. So fallen Tippfehler auf.
Tischkarten mal anders: Ideen
Papierkarten im Klappformat sind der Klassiker. Wer etwas Besonderes will, hat viele Möglichkeiten:
- Name aus Holz oder Acryl: Der Name liegt als ein Stück auf dem Teller. Nach dem Fest nehmen ihn die Gäste mit, als Andenken, Kühlschrankdeko oder Anhänger.
- Am Glas: Ein kleiner Name mit Loch, mit Schnur am Stiel des Weinglases. Gleichzeitig weiss jeder, welches Glas seines ist.
- An der Serviette: Mit einem Zweig Rosmarin, Eukalyptus oder Lavendel und Juteschnur um die gefaltete Serviette gebunden.
- Auf einem Stein oder Apfel: Im Herbst ein kleiner Apfel mit Namensschild, im Sommer ein flacher Stein vom See.
- Als Gastgeschenk: Tischkarte am Säckli mit Mandeln, Schokolade oder Blumensamen. Dann braucht es kein zusätzliches Geschenk.

Nicht nur für Hochzeiten
Tischkarten helfen überall, wo viele Menschen an Tischen sitzen:
- Taufe: Oft gemischte Familien, die sich kaum kennen. Eine Sitzordnung nimmt den Gästen das Suchen ab.
- Konfirmation, Firmung, Kommunion: Namen in ruhigem Holz passen gut zum Anlass.
- Runder Geburtstag: Beim 50. oder 70. kommen Freunde aus verschiedenen Lebensabschnitten zusammen. Mit Tischkarten sitzen sie nicht nur in ihren Gruppen.
- Weihnachtsessen mit der Familie: Personalisierte Tischkarten machen den Tisch festlich und bleiben als kleines Geschenk.
- Firmenanlass: Mischt Abteilungen, die sonst nie miteinander reden. Mehr dazu im Ratgeber Firmen-Weihnachtsessen planen.
Den Tischplan gestalten
Der Tischplan am Eingang ist das Gegenstück zu den Tischkarten. Er sollte schnell lesbar sein, denn beim Apéro stehen oft viele Gäste gleichzeitig davor.
- Nach Tischen oder nach Alphabet? Bei bis zu 60 Gästen funktioniert eine Liste pro Tisch gut. Bei mehr Gästen ist eine alphabetische Liste mit Tischnummer schneller.
- Gross genug: Mindestens A2, Schrift so gross, dass man sie aus einem Meter Abstand liest.
- Gleiche Namen wie auf den Tischkarten: Steht auf der Karte «Nani», sollte sie auch im Plan «Nani» heissen.
- Tischnamen statt Nummern: Berge, Seen oder Orte, die dem Paar etwas bedeuten. Das gibt Gesprächsstoff am Tisch.
- Ein Platz für den Plan: auf einer Staffelei, an einem Spiegel oder an einer Holzleiter neben dem Eingang, nicht im Durchgang.
Wie viele Karten braucht es?
Zähle alle Gäste mit Platz am Tisch, auch Kinder mit eigenem Stuhl und das Brautpaar selbst. Babys im Kinderwagen brauchen keine Karte. Rechne dann etwa 5 % Reserve dazu, mindestens zwei bis drei Stück, für Gäste, die kurzfristig mit Begleitung kommen.
| Gäste | Plus Reserve | Karten |
|---|---|---|
| 20 | 2 | 22 |
| 45 | 3 | 48 |
| 80 | 4 | 84 |
Unsere Tischkarten mit Namen am Stück
Bei uns gibt es Tischkarten mit Namen als ein Stück aus 3 mm Holz oder Acryl in Schwarz oder Weiss, im Set mit 10, 20 oder 50 Namen. Du kopierst deine Gästeliste aus Excel oder WhatsApp in ein Feld, ein Name pro Zeile oder mit Komma getrennt. Die Vorschau zeigt jeden Namen in echter Grösse auf dem Teller, so siehst du Tippfehler sofort. 10 Stück kosten ab CHF 29.90, 50 Stück ab CHF 119.
Die Namen liegen flach auf Teller oder Serviette. Mit Loch kannst du sie ans Glas oder ans Gastgeschenk binden. Für das Paket der Gastgeschenke passen auch die Geschenkanhänger mit Namen, und wer für die Torte etwas sucht, findet unsere Tortenfigur mit Namen.
Checkliste
- Alle Zusagen da, Begleitpersonen mit Namen bekannt.
- Sitzordnung fertig und mit dem Lokal abgestimmt.
- Liste mit allen Namen zweimal geprüft, am besten zu zweit.
- Reserve von etwa 5 % eingerechnet.
- Karten zwei bis drei Wochen vorher bestellt.
- Karten pro Tisch sortiert, mit Tischplan, und eine Person für das Verteilen bestimmt.